



Moore
HS30
Ziel: Das Projekt „Hotspot 30“ verfolgt das Ziel, widerstandsfähige Ökosysteme zu entwickeln und nachhaltige Formen der Landnutzung sowie des Tourismus zu stärken. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit von Akteuren aus Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Jagd und Tourismus. Gemeinsam werden tragfähige Lösungen für Natur, Klima und die Menschen in der Region zu schaffen.
Das Verbundprojekt läuft unter dem Titel „Gemeinsam Mee(h)r Natur in Vorpommern wagen“ als Teilvorhaben der Michael Succow Stiftung von 2024 bis 2030 im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK). Es handelt sich um ein Areal, das sich vom Greifswalder Bodden über Usedom bis zur polnischen Grenze erstreckt und eine besondere Artenvielfalt aufweist. Über die aktive Kommunikation der Projektinhalte zur nachhaltigen Landnutzung und zu Ökosystemdienstleistungen wird eine starke Regionalentwicklung gefördert und Wissen zu Biodiversität und natürlichem Klimaschutz generiert.
Organisation: Michael Succow Stiftung, Greifswald
Kooperation: 2024 – 2030
Wälder
Agro-silvo-pastorales Agroforstsystem
Ziel: Gefördert wird die Anlage eines agro-silvo-pastoralen Agroforstsystems auf einem 26 Hektar großen Ackerschlag der FINCK Stiftung im Osten Brandenburgs. Ein agro-silvo-pastoralen Agroforstsystem ist ein Landnutzungssystem, welches Ackerbau (agro), Forstwirtschaft (silva) und Tierhaltung (pastoral) kombiniert.
Auf 36 Gehölzstreifen wurden über 6.500 Bäume gepflanzt und mehr als 2 Millionen Gehölzsamen ausgebracht, um drei funktional unterschiedliche Baumreihentypen zu etablieren (Esskastanien, Laubfutterhecken und Wirtschaftsobst). Somit werden ökologische Leistungen wie Erosionsschutz, Bodengesundheit und Kohlenstoffspeicherung mit ökonomischer Tragfähigkeit vereint.
Besonders im Fokus stand die kosteneffiziente und standortangepasste Etablierung der Gehölze: Statt ausschließlich auf Pflanzung zu setzen, wurde eine eigens entwickelte Sämaschine gebaut.
Ein integriertes Feldlabor mit Referenzfläche und wissenschaftlicher Begleitung durch das Julius Kühn-Institut und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung soll in den kommenden Jahren belastbare Erkenntnisse liefern, wie sich unterschiedlich diverse Reihendesigns auf Erträge, Biodiversität und Wirtschaftlichkeit auswirken – als Grundlage für die Skalierung solcher Systeme in der landwirtschaftlichen Praxis.
Organisation: FINCK Stiftung GmbH
Kooperation: seit 2024
Heckenretter e.V.
Ziel: Die Heckenretter, 2020 in Hamburg gegründet, planen, pflanzen und pflegen gemeinsam mit Freiwilligen neue Hecken in der Metropolregion Hamburg. So werden neue Lebensräume geschaffen, es wird für Informationsaustausch gesorgt und über Kooperationen mit Unternehmen, Schulen und Landwirten das Bewusstsein für die Bedeutung von Hecken gefördert. Im Jahr 2026 unterstützte die hartwig!stiftung die Heckenretter finanziell im Verein. Der Verein arbeitet in weitgehend autonom agierenden Themen-Kreisen und pflegt im Umgang eine Kultur der Wertschätzung und Dankbarkeit. Durch die Förderung der hartwig!stiftung können sich die haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder besser ihren thematischen Aufgaben widmen, auf Veranstaltungen präsent sein und strategisch planen.
Im Frühjahr 2026 konnten zusätzliche Pflanzaktionen mit Grundschulen durchgeführt werden. Im Projekt [H]Action! lernen Koch- und Konditoren-Azubis die kulinarischen Überraschungen der heimischen Kulturlandschaft kennen und nutzen. Für 2026 stehen zudem eine Wanderausstellung und ein digitaler Heckenplaner an.
Organisation: Heckenretter e.V.
Kooperation: seit 2023
KlimaWEB Modellierung von Wald-Entwicklung
Ziel: Gefördert wird die Erstellung klimasensitiver Waldentwicklungsszenarien für zehn Bundesländer bzw. Bundeslandgruppen durch das Öko-Institut e.V. Grundlage ist das institutseigene Waldmodell FABio-Forest, das erstmals auf die aktuellen Daten der vierten Bundeswaldinventur (Erhebungsjahr 2022) angewendet und um Funktionen erweitert wurde, mit denen sich der Einfluss des Klimawandels auf das Waldwachstum abbilden lässt. Je Bundesland werden sechs Szenarien gerechnet, die drei Bewirtschaftungsintensitäten – niedrige, mittlere und hohe Holzentnahme – mit zwei möglichen Klimaentwicklungen kombinieren und zeigen, wie sich diese auf Holzbereitstellung, CO₂-Aufnahme und Kohlenstoffspeicherung auswirken.
Die Ergebnisse werden als Factsheet je Bundesland, als interaktive Darstellung auf der FABio-Webplattform und in einem Abschlussbericht veröffentlicht und stehen samt Rohdaten frei zur Verfügung; das Waldmodell selbst wird bis zum Projektende als Open Source publiziert. So entsteht eine dauerhaft nutzbare Daten- und Wissensgrundlage für Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Bildungsarbeit und interessierte Öffentlichkeit.
Organisation: Öko-Institut
Kooperation: 2026 – 2027
Bildung
Naturschutzzentrum Aukrug
Ziel: Die hartwig!stiftung unterstützte 2025 den Bau des Naturschutzzentrums in Aukrug. Das Zentrum wird aus einem ehemaligen Betriebsleiterhaus eines Fischzuchtgeländes der Gemeinde Aukrug umgebaut. Künftig soll das Gebäude vom Verein Naturpark Aukrug e.V., dem Naturschutzring Aukrug e.V. sowie der Schrobach Stiftung gemeinschaftlich genutzt und betrieben werden. Dafür werden die Geschäftsstellen beider Vereine im Zentrum untergebracht. Zudem sind Seminar- und Veranstaltungsräume im Haus vorgesehen und Wohnmöglichkeiten für zwei Teilnehmende des Freiwelligen Ökologischen Jahres eingerichtet. Wir besichtigten den Bau im Frühjahr 2026. Im Herbst findet die große Eröffnungsfeier statt.
Organisation: Kurt und Erika Schrobach-Stiftung
Kooperation: seit 2025
Naturzeit
Ziel: Die Naturzeit ist ein Hamburger Umweltbildungsprojekt der WAS TUN! Stiftung, das Grundschulkindern regelmäßig Unterricht in der Stadtnatur ermöglicht. Umweltpädagoginnen vermitteln durch naturnahe Erlebnisse wie Beobachten, Experimentieren und Gärtnern spielerisch Wertschätzung für die Umwelt, fördern die Motorik und stärken soziale Kompetenzen. Das umfassende Pädagogik-Konzept geht sensibel und flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Die Förderung der hartwig!stiftung ermöglicht 9 Schulklassen dauerhaft die regelmäßige Teilnahme.
Organisation: WAS TUN! Stiftung
Kooperation: seit 2023
Wetter.Wasser.Waterkant Ferienprogramm
Ziel: Wetter.Wasser.Waterkant ist ein Bildungsprogramm, welches über die Themen Klima- und Umweltschutz sowie nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel aufklärt. Das Ziel der Initiative besteht darin, Kinder und Jugendliche für diese wichtigen Zukunftsfragen zu sensibilisieren und ihnen Wissen über ökologische Zusammenhänge zu vermitteln. Die angebotenen Themenbereiche sind im Einzelnen Ernährung, Klimawandel, Lebensstil, Ressourcenverfügbarkeit und Umwelt. Die verschiedenen Angebote richten sich an alle Klassenstufen und finden an 12 Veranstaltungsorten der Hamburger Hafencity statt. So können die Schüler und Schülerinnen auf spielerische Weise wertvolles Wissen entdecken, Neues ausprobieren und mit großer Neugier lernen. Die Veranstaltungen weckten Begeisterung und machten das Lernen zu einem lebendigen Ergebnis, bei dem Spaß und Erkenntnis sich verbinden.
Durch die Förderung der hartwig!stiftung kann in den Hamburger Herbstferien 2026 ein Ferienprogramm für Grundschulkinder angeboten werden.
Organisation: TuTech Innovation GmbH; Boettcher Science; Klimabotschafter e.V.
Kooperation: seit 2023
Succow & Knapp Seminar
Ziel: Das Succownauten-Programm der Michael Succow Stiftung verfolgt das Ziel, engagierte Nachwuchskräfte im Natur- und Umweltschutz zu vernetzen und ihre fachliche sowie persönliche Entwicklung zu fördern. Auf dem jährlich durchgeführten Succow & Knapp Seminar werden die Teilnehmenden auf zukünftige Gestaltungs- und Führungsaufgaben vorbereitet. Unter der Leitung der renommierten Naturschutzexperten Michael Succow und Hannes Knapp wird der Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie die Auseinandersetzung mit aktuellen Naturschutzthemen angeboten.
Das Programm 2026 umfasst eine mehrtägige Exkursion mit Fachvorträgen, Geländepraktika und Diskussionen an ausgewählte Naturschutz- und Kulturlandschaften in Thüringen. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in Themen wie Renaturierung, Moor- und Auenentwicklung, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie Schutzgebietsmanagement. Die Besonderheit des diesjährigen Treffens liegt in der altersbedingt letztmaligen Teilnahme des Stifters Michael Succow, was wiederum eine große Teilnahme von um und bei 50 Teilnehmenden erwarten lässt, davon allein 40 Alumni.
Organisation: Michael Succow Stiftung, Greifswald
Kooperation: seit 2023
Asphaltsprenger
Ziel: Das jährlich in Hammerbrook stattfindende Asphaltsprenger Stadtnatur-Festival ist ein Bildungs- und Kulturfestival verbindet die Themen Umweltschutz, Stadtnatur und nachhaltige Stadtentwicklung. Die zentralen Ziele des Festivals bestehen darin, über den Klimawandel und das Artensterben aufzuklären sowie Lösungsansätze für diese Phänomene zu entwickeln, um die Stadt Hamburg zukunftsfähig zu gestalten. Durch die Vielfalt an unterschiedlichen Programminhalten, interaktiven Angeboten, und untermalt von Live-Musik gelingt es dem Festival eine besonders große Zielgruppe anzusprechen.
Das Asphaltsprenger Festival 2026 fand am 09. Mai auf dem PARKS-Gelände in Hamburg-Hammerbrook statt. Um die 50 Organisationen boten an Mitmach-Ständen Informationen, Vorträge von Expertinnen, Bühnenprogramm mit Live-Musik, Theateraufführungen und Lesungen, sowie natürlich nachhatlige, kulinarische Köstlichkeiten. In Kooperation mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und dem Heckenretter e.V. auf gab es eine interaktive Pflanzaktion.
Organisation: BürgerStiftung, Hamburg und Loki Schmidt Stiftung, Hamburg
Kooperation: seit 2025
Umweltmobil
Ziel: Mit dem Bombus-Umweltmobil bringt die SDW Kindern und Jugendlichen praxisnahe Naturerlebnisse direkt in Schule, Kita, oder öffentliche Grünflächen und begeistert sie so für den Schutz von Insekten, für Artenvielfalt und weitere Biodiversitätsthemen. Das zum Bombus (lat. für Hummel) umgebaute Umweltmobil ist seit 15 Jahren fester Bestandteil der umweltpädagogischen Arbeit der SDW. So können auch alle Materialien und Exponate für die angebotenen Themen mitgebracht werden und im Handumdrehen ein mobiles Klassenzimmer für die Umweltbildung vor Ort aufgebaut werden.
Organisation: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e. V.
Kooperation: seit 2026
Förderung der Biodiversität und Anlage eines Naturpfads im Freibad
Ziel: SV Poseidon Hamburg e.V. gestaltet in Zusammenarbeit mit der hartwig!stiftung seine Freibad-Anlage in Eidelstedt so, dass neben dem sportlichen Angebot ein Lebens- und Lernraum für Natur entsteht. Dafür wurden vereinsintern bereits bedeutsame Naturschutzmaßnahmen umgesetzt, auch mit dem Blick als Trittstein-Biotop in Verbindung zum nahe gelegenen Landschaftsschutzgebiet. In Kooperation mit der hartwig!stiftung und der NABU AG Fledermausschutz wurden Nistkästen für heimische Vögel und Quartiere für Fledermäuse eingebracht. Auch Wieselkästen und eine Trockenmauer gehören zu den Maßnahmen. Um diese Tätigkeiten des Vereins für die Besuchenden und die Vereinsmitglieder sichtbar zu machen, wird aktuell ein Naturpfad für Besucher und Vereinsmitglieder konzipiert, der die Maßnahmen und weiterführende Informationen zur natürlichen Vielfalt vor Ort leicht verständlich zeigen soll.
Organisation: hartwig!stiftung, SV Poseidon Hamburg e. V., NABU Hamburg e.V.
Kooperation: 2025 – 2027
Naturkundeseminar
Ziel: Ein zentrales Anliegen des Verbandes besteht darin, junge Menschen für die Natur zu begeistern und ein tiefgehendes Verständnis für Artenvielfalt, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge zu erzeugen. In Seminaren und auf Exkursionen erfahren die Mitglieder, wie menschliches Handeln Umwelt und Natur beeinflusst. Alle Projekte werden von den Jugendlichen eigenverantwortlich gestaltet, angeboten und durchgeführt. So schaffen sie ihren eigenen Rahmen, indem Naturerleben selbstwirksam und selbstbestimmt ermöglicht wird.
Organisation: DJN – Jugendbund für Naturbeobachtung n. e. V.
Kooperation: seit 2025
„NaturRaum“ Ausstellung in der HafenCity
Ziel: Ziel der Ausstellung „NaturRaum“ in der HafenCity ist es, Menschen die Natur an der Elbe und in der Großstadt Hamburg nahe zu bringen und zur Partizipation einzuladen. Mit Kursen für große und kleine Naturinteressierte und mit pädagogischen Einheiten für Schulen und KITAS wird die Ausstellung zum Ausgangs- und Endpunkt für Naturentdeckungen in der HafenCity. Die Loki Schmidt Stiftung bereitete in 2025 ihre Ausstellung zum Naturerleben an dem neuen Stiftungsstandort in der Hamburger HafenCity vor und feierte im Frühjahr 2026 erfolgreich die Eröffnung, bei der die hartwig!stiftung anwesend war und natürlich den Biberbau besuchte, da wir in 2025 die Patenschaft für das Exponat Biber übernommen haben.
Organisation: Loki Schmidt Stiftung, Hamburg
Kooperation: 2024 – 2025
Festival der Taten, Eberswalde
Ziel: Das Nachhaltigkeitsfestival „Festival der Taten“ fand im März 2026 an der HNEE Eberswalde statt. Unter dem Motto „Zusammen-Tun: Wo Begegnung Wirkung entfaltet“ wurden vorrangig junge Menschen angesprochen, über diesen kreativen Begegnungsort gemeinsam ins Handeln für nachhaltige Themen kommen zu können. Das Programm war auf Mitmachen, Empowerment, Praxisbezug und Gemeinschaftserleben ausgerichtet und bot mit Keynotes, Workshops, und Aktionen alle Möglichkeiten dazu. Mit rund 200 Teilnehmenden und etwa 50 Mitgestalterinnen aus Eberswalde und der umliegenden Region war das Festival ein großer Erfolg.
Organisation: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)
Kooperation: seit 2025
Forschung
Promotionsvorhaben Römerwiesen, Brandenburg
Ziel: M.Sc. Silke Finn Wachtel untersucht in ihrer Forschungsarbeit das Verhalten von Mooren nach menschlichen Störungen. Die hartwig!stiftung fördert dieses Promotionsvorhaben am Department Landschaft – Gesellschaft – Wirtschaft, Arbeitsgruppe Moor – Grünland – Monitoring. Das Vorhaben „Römerwiesen“ läuft unter dem Titel „Untersuchung anthropogen ausgelöster Vegetations- und Bodenentwicklungen durch Brand- und Wiedervernässungsgeschehen in ausgewählten Niedermooren Brandenburgs mit technologie-gestützter Erweiterung und Optimierung des naturschutzfachlichen Monitorings“. Darin stecken drei thematisch verknüpfte Fragestellungen zu Vegetations- und Bodenentwicklungen im Moor vor und nach durch menschlichen Einfluss ausgelöste Brände, bzw. Wiedervernässung.
Organisation: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, HNEE
Kooperation: 2025 – 2028
