Freundeskreistreffen der Succow Stiftung

Zwei Tage im Hotspot 30

Die Michael Succow Stiftung ist unsere Partnerin der ersten Stunde: mit ihr begann vor Jahren die Zusammenarbeit der hartwig!stiftung mit externen Projektträgern.
Die beiden Stiftungen verbindet seitdem eine langjährige Freundschaft.
Über die Jahre haben wir fünf Projekte der Succow Stiftung gefördert:
– das Succow & Knapp Seminar (Succoownauten),
– ein Moor-Liederbuch für Jung und Alt,
– den Moorpavillon,
– „MoKKa“ – ein Projekt zum Kapazitätenaufbau für Moorvernässung und
– das Verbundprojekt „Hotspot 30 – Lebenslandschaft Vorpommern“.
Gleich zwei Teilprojekte des Verbundprojektes Hotspot 30 standen im Mittelpunkt des Treffens: der Moorkoffer und eine Besichtigung der Flächen von 133 Hektar GmbH & Co. KG im Lassaner Winkel.

Das Treffen

Am 11. und 12. September 2026 kam der Freundeskreis der Michael Succow Stiftung in einer der bedeutendsten Küsten- und Moorlandschaften Mitteleuropas in Vorpommern zusammen. Der Auftakt fand im SEETELHOTEL Nautic Usedom in Koserow statt, wo Stifter Prof. em. Dr. Michael Succow, Stiftungsratsvorsitzende Kathrin Succow und Geschäftsführer Jan Peters von den aktuellen Entwicklungen der Stiftungsarbeit berichteten. Nach einem geführten Spaziergang „Meer, Wald, Moor“ mit dem Ferienmoorkoffer und einem gemeinsamen Abendessen im Hotel ging es am Samstag per Charterbus weiter in den Lassaner Winkel – mit einem Zwischenstopp im SEETELHOTEL Familienresort Usedom in Trassenheide und einer Exkursion nach Wangelkow. Beide Stationen gehören zum Verbundprojekt „Hotspot 30 – Lebenslandschaft Vorpommern“, das die hartwig!stiftung seit 2024 fördert.

Moorkoffer und Umweltpädagogik im Tourismus

Der Moorkoffer besteht aus rund 50 Experimenten und Methoden, die nach Bedarf individuell zusammengestellt und in Kooperation mit den SEETELHOTELS im Familienresort Usedom eingesetzt werden. Kinder können so im Urlaub die Wasserspeicherfähigkeit von Mooren und die Besonderheiten der Küsten- und Waldlandschaft entdecken. Franziska Fett (Succow Stiftung) stellte uns den Ferienmoorkoffer und drei Experimente daraus vor – der Freundeskreis hatte große Freude, selbst zu entdecken, wie viel Wasser ein paar Gramm Torfmoos speichern können. Im Familienresort Usedom gab Geschäftsführer Rolf Seelige-Steinhoff Einblick in die Geschichte des Resorts, bevor Kristina Schröder-Polster (SEETELHOTELS) spannende Erfahrungen aus den Umweltangeboten des Familienresorts erläuterte. Hier werden Moorschutz und Naturerleben spielerisch per Moorkoffer, Kinder-Uni und in kleinen Exkursionen vermittelt. Es wurde deutlich, wie wichtig solche Angebote für das Erleben und die Verbundenheit mit der Natur sind.

Hecken, Agroforst und Sölle im Lassaner Winkel

In Wangelkow besichtigten wir den Betrieb 133 Hektar GmbH & Co. KG . Dieser ist Teil des Verbundprojekts Hotspot 30 „Gemeinsam Mee(h)r Natur in Vorpommern wagen“. Nach einer Stärkung mit Suppe, Roggenbrot und Salat führte Markus Ingold, Geschäftsführer der 133 Hektar GmbH & Co. KG über die Flächen, die sein Betrieb regenerativ und ökologisch bewirtschaftet. Die Arbeit hin zu einer Kulturlandschaft mit positiver Klima- und Biodiversitätswirkung wird fachlich durch die Succow Stiftung begleitet. Die Exkursion zeigte anschaulich, wie sich Naturschutz und landwirtschaftliche Wertschöpfung auf derselben Fläche verbinden lassen – ein Kernanliegen des Handlungsfelds „Transformation der Landnutzung“ im Hotspot 30. Auf der Tour rund um Wangelkow konnten wir Agroforst mit alten Streuobstsorten bewundern, wertvolle, breite Heckenstreifen und restaurierte Sölle begutachten, und der Freundeskreis hatte Gelegenheit, das Für und Wider von einzelnen Naturschutzmaßnahmen vor Ort zu diskutieren.

Wir danken allen Beteiligten für die tollen Einblicke, den lebendigen Austausch und dem Hof Wangelkow für die äußerst köstliche Verpflegung!

Warum wir den Hotspot 30 fördern

Die Verbindung von Moorschutz, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung im Verbundprojekt entspricht unserem Verständnis von dynamischem Naturschutz: Lebensräume werden nicht konserviert, sondern wie auf dem Acker im Lassaner Winkel anpassungsfähig weiterentwickelt. Moorschutz und Umweltbildung werden mit den Menschen vor Ort gedacht und angeboten, wie im Familienresort Trassenheide spielerisch, freiwillig und ohne erhobenen Zeigefinger. So entstehen Gemeinschaft, Wissen, Austausch und Verbundenheit entlang der überlebenswichtigen Inhalte des Förderprojekts.